Anders als vielleicht vermutet, sind altersbedingte Hauterschlaffung oder erblich bedingte Bindegewebsschwäche nicht die häufigsten Gründe für eine Po-Straffung. Vielmehr wird der plastische Eingriff vor allem von Patienten erwogen, die eine deutliche Gewichtsreduktion hinter sich haben und deren überschüssige Haut sich nicht von allein ausreichend zurückbildet.  Um die Körperform wieder zu harmonisieren, wird gemeinsam mit dem Patienten die beste Operationsmethode abgewogen.

Im Rahmen einer Voruntersuchung werden Vor- und Nachteile der verschiedenen Straffungs-Wege erörtert, die gesundheitlichen Voraussetzungen abgeklärt und spezielle Wünsche formuliert. Um eine Vorstellung vom Eingriff zu bekommen, zeichnet der Chirurg die Schnittführung vor. Auch mögliche Risiken und die notwendige Nachbehandlung werden in einer verantwortungsvollen Planung im Vorfeld abgeklärt.

Während der Gesäßstraffung befindet sich der Patient in Vollnarkose und in Bauchlage. Neigt sich das Gewebe bodenwärts, wird der Schnitt oberhalb des Gesäßes gesetzt. Und zwar innerhalb der Bikini-Zone, damit die resultierende Hautnarbe später nahezu unsichtbar ist. Der Schnitt ähnelt einem geschwungenen „M“, wobei die Mitte im Bereich des Steißbeins angesiedelt ist. Soll eine große Menge Gewebe gestrafft werden, kann alternativ unterhalb der Pobacken in der Gefäßfalte geschnitten und der Schnitt bis in die Flanken ausgedehnt werden.

Vom Schnitt ausgehend werden Fettgewebe und überschüssige Haut entfernt, die verbliebenen Weichteile angehoben und die einzelnen Hautschichten mit stabilisierenden Fäden wieder vernäht. Jede Hautschicht wird für sich fixiert, um dem Gewebe dauerhaft Stabilität zu verleihen. Während in den unteren Schichten resorbierbare Fäden verwendet werden, kommen in der obersten Schicht Fäden zum Einsatz, die nach zwei bis drei Wochen gezogen werden müssen. Nach etwa zwei Stunden ist die Operation schließlich abgeschlossen.

Antiseptische Salben und Verbände verhindern danach eine Infektion des Po-Bereichs. Auf Grund der Nähe des operierten Gewebes zu Genital- und Analregion ist besondere Vorsicht geboten. Bis zu sechs Wochen lang sollte außerdem eine spezielle Miederhose als Kompressionsware getragen werden. Sie hilft dabei, Schwellungen und Blutergüsse zu reduzieren und hält das frisch vernähte Gewebe in Form. Zwei bis drei Wochen ist der Patient außerdem in seiner Bewegungsfähigkeit eingeschränkt. Sitzen, Herabbeugen und Drehen der Beine sollten, wenn möglich, zunächst vermieden werden.

Weitere Informationen, Wünsche oder Fragen kläre ich gern mit Ihnen bei einem Besuch in meiner Privatpraxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Berlin Dahlem. Hier werden Sie zum Facelift, zur Nasenkorrektur, aber auch  zu anderen Operationen wie die Brustvergrößerung persönlich beraten.