Das Internet ist in den letzten Jahren zu einem allgemeinen Maßstab des Selbstbildes geworden. Bildorientierte Soziale Medien, wie Facebook oder die Fotoplattformen Instagram und Pinterest, spielen eine immer wichtigere Rolle in der Entscheidung für Schönheitsoperationen wie die Povergrößerung oder Brustvergrößerung. Neue Studien haben gezeigt, dass die Hälfte der Patienten, die sich heute einer kosmetischen Operation unterziehen, in ihrer Entscheidung für die Operation von ihrem Auftritt auf den führenden Sozialen Medien beeinflusst wurden. Zwar ist das Konzept kein neues – schon Marilyn Monroe wurde nachgesagt, sie hätte sich das Kinn vergrößern und die Nase verkleinern lassen um besser auf Fotos auszusehen – jedoch hat man laut einer Amerikanischen Studie innerhalb von einem Jahr einen Anstieg von über 70% bei gewissen Operationen festgestellt.

Selfies bleiben nicht folgenlos

Das liegt in erster Linie an der ständigen Erinnerung an die eigenen Schönheitsmakel, durch Bilder und Videos, aber auch mit Sicherheit an dem täglichen Vergleich zu Freunden und berühmten Personen auf Sozialen Medien. Wir leben in einer sehr visuellen Welt und (ob wir es wollen oder nicht) werden täglich mit Bildern von anderen Menschen konfrontiert. Je häufiger wir mit Bildern und Informationen konfrontiert werden, desto stärker werden wir durch sie beeinflusst. Früher waren es hauptsächlich Stars, deren Fotos uns durch die Massenmedien mehrmals am Tag begegneten, heute sind es jedoch auch unsere Freunde auf den führenden Sozialen Medien, die uns noch viel mehr beeinflussen als Berühmtheiten.

Bilder von sozialen Medien sind oft retuschiert und optimiert und entsprechen (besonders bei Stars) nicht immer der Realität. Dazu kommt, dass wir unsere eigenen Makel sehr viel stärker wahrnehmen als die Makel von anderen, wodurch die Gefahr besteht, dass wir uns einem ungerechten Vergleich unterziehen. Gegen den Wunsch der Selbstoptimierung ist nichts einzuwenden – wir leben zum Glück in einer Zeit, in der Menschen die Möglichkeit haben ihr Äußeres nach ihrem Geschmack zu gestalten. Die Entscheidung, etwas an sich zu verändern, sollte jedoch nicht von einem retuschierten, unrealistischen Erwartungsbild beeinflusst werden oder gar vom Wunsch mit einer anderen Person zu konkurrieren.

Selbstverständlich können Soziale Medien diese Entscheidung beeinflussen, aber die Selbstwahrnehmung sollte nicht auf einem Vergleich oder gar auf einer Kritik von außen basieren. Wenn man sich entscheidet etwas an dem eigenen Äußeren zu optimieren, dann sollte man diese Entscheidung treffen, mit dem Ziel sich selbst im Nachhinein wohler zu fühlen. Vor allem ist es wichtig zu verstehen, dass wahre Schönheit individuell ist.

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich einer plastisch-ästhetischen Operation zu unterziehen, stehe ich Ihnen in meiner Privatklinik in Berlin-Dahlem gern für ein individuelles Beratungsgespräch zur Verfügung.