Wahren Sie in jeder Situation Ihr Gesicht

Jeder kennt das Problem: Ein Gesicht kommt einem extrem bekannt vor – aber der passende Name will einem einfach nicht einfallen. So etwas lässt sich ganz einfach erklären, denn der Mensch ist sehr visuell orientiert und ein Gesicht lässt sich viel einfacher merken als etwas so Abstraktes wie ein Name.

Deswegen ist das Gesicht auch für viele so interessant, wenn es um kosmetische Eingriffe geht. Denn ein schönes Gesicht kann nicht nur viele Türen öffnen, sondern ist bei Stars und Celebrities ein essentieller Teil des Gesamtauftritts. Die großen Namen wie Bar Rafaeli oder Kim Kardashian, aber auch diverse deutschsprachige Stars und Sternchen wie Cathy Lugner oder Carmen Gilzer sind da natürlich keine Ausnahme. Und um der natürlichen Schönheit noch ein bisschen unter die Arme zu greifen, sind diese oft die ersten, die neue Methoden für ein jüngeres Aussehen testen und inzwischen sogar stolz auf Instagram, Snapchat oder anderen Plattformen zur Schau stellen.

Ein gutes Beispiel ist hier das Vampirlifting, das nicht zuletzt durch die plakativen Social Media Posts von Kim und Bar auch der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde.
Rein medizinisch betrachtet, versteht man unter dem Vampirlifiting eine PRP-Behandlung des Gesichts.
Sobald man sich aber ein wenig mit dieser Behandlungsmethode auseinandersetzt, wird man merken, dass das Verfahren weniger martialisch ist, als von den Stars inszeniert. Wie es sich von der klassischen Behandlungen mit Hyaluron unterscheidet, wollen wir in diesem Beitrag genauer erklären.

Beiden Anwendungen gemeinsam ist die Zielstellung, dem Gesicht ein frischeres, jüngeres und strafferes Aussehen zu verschaffen.

Wichtige Unterschiede zwischen PRP- und Hylauronsäurebehandlung

Die PRP-Behandlung steht, vollständig ausgeschrieben, für Platelet Rich Plasma – also Plättchen-reiches Plasma –, das für verschiedene Verfahren eingesetzt werden kann. Beim Vampirlifting wird entnommenes Blut des Patienten durch Zentrifugation in seine Bestandteile getrennt. Das hierbei gewonnene Plasma wird konzentriert und angereichert und so für die Anwendung zu Injektion vorbereitet.
Da man mit körpereigenen Wirkstoffen arbeitet, ist dieses Verfahren ein sehr schonendes Mittel für eine schöne Straffung der gewünschten Stellen im Gesicht.
Um die Horrorbilder der Stars zu entschärfen: Das eingesetzte Plasma hat eine gelbliche Farbe und die blutigen Gesichter der Stars sind also eher effektreiche Inszenierung.
Durch das eingebrachte angereicherte Plasma wird in der Haut die Produktion von Kollagen durch die im PRP enthaltenen Stammzellen angeregt. Grundsätzlich sollte man für eine langfristige Wirkung zunächst einmal einen Behandlungszyklus von 3 Sitzungen im Abstand von 4-6- Wochen einplanen. Danach reicht meist eine einmalige jährliche Auffrischung aus. In unserer Klinik verwenden wir die PRP Therapie oft auch in Kombination mit einer Dermapen oder Laserbehandlung mittels eines fraktionierten CO² Lasers, da hierdurch eine wechselseitige Verstärkung der positiven straffenden Eigenschaften der Therapieverfahren erreicht werden kann.

Eine andere Möglichkeit zu leichten Straffung und Auffrischung besteht in der Nutzung von Hyaluronsäure.
Hierbei sind 2 verschiedene Verfahren zu unterscheiden: Die Nutzung von unvernetztem oder von vernetztem Hyaluron.

Bei der Verwendung von unvernetzem Hyaluron wird mittels einer feinen Nadel in einer Fächertechnik der Wirkstoff unter die Haut injiziert und verteilt sich dort selbstständig flächig im Gewebe. Durch die wasserbindende Eigenschaft des Hyaluron erfolgt so eine entsprechende Aufpolsterung der Haut. Dies wird auch als Biorevitalisierung bezeichnet. Das unvernetzte Hyaluron wird vom Körper relativ schnell abgebaut, so dass eine entsprechende Auffrischung alle 3-4 Monate einzuplanen ist.

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Nutzung von vernetztem Hyaluron, das deutlich länger im Körper verbleibt. Zudem ist es besser geeignet, um z.B. eine deutliche Betonung der Jochbeine und des Profils zu erzeugen, als z.B. PRP oder unvernetztes Hyaluron.

Zudem können durch vernetzte Hyaluronsäuren auch tiefere Falten im Gesicht behandelt und aufgefüllt werden.

Da sowohl unvernetztes als auch vernetztes Hyaluron dem erwähnten Abbauprozess unterliegen, dieser jedoch bei unvernetzten Präparaten oft deutlich langsamer erfolgt, reicht hier meist eine erneute Hyaluroninjektion nach 9-12 Monaten aus.

Welches Verfahren letztendlich angewendet wird, sollte man immer im Rahmen einer ausführlichen Beratung mit dem behandelnden Arzt abstimmen, denn egal ob PRP oder Hyalurontherapie – jeder ästhetische Eingriff sollte immer nur nach genauer Analyse von Voraussetzungen und gewünschtem Ziel erfolgen.

Weitere Informationen zum Thema Hyaluron-Behandlung finden Sie auf unserer Webseite.