Was für viele Menschen selbstverständlich und schön geformt ist, kann sich für Betroffene zu einem echten ästhetischen Problem entwickeln. Die Rede ist von Waden, die aufgrund ihrer Proportionen nicht dem gängigen Ideal entsprechen. Ob zu stark bemuskelt und übermäßig groß oder unterentwickelt und dünn: Wer seine Waden nicht leiden kann, meidet oft kurze Hosen, Röcke oder das Sonnenbad am Strand. In diesen Fällen kann ein ästhetischer Eingriff den Patienten ein unbeschwerteres Leben zurückgeben: die operative Wadenkorrektur.

Für eine Wadenverkleinerung bieten sich vor allem drei Wege an. Ein klassisches Instrument ist die Fettabsaugung. Mit ihrer Hilfe kann das Volumen an der Wade reduziert und der Unterschenkel neu geformt werden. Eine sichere und zuverlässige Methode, die sich jedoch nicht für alle Patienten anbietet. Denn oft ist es nicht Fett, sondern Muskelmasse, die die Waden übermäßig groß erscheinen lässt.

Um hier Abhilfe zu schaffen, bietet sich zum einen die Denervierung an. Dabei werden im Rahmen eines mikrochirurgischen Verfahrens über kleinste Schnitte in der Kniekehle und der Wade selbst die versorgenden Nerven der Wadenmuskelbäuche durchtrennt. Ist die Muskulatur von ihrer Versorgung abgeschnitten, kommt es zu einem Schrumpfungsprozess und einer Abnahme des Wadenumfangs. Die normalen Funktionen des Beins werden nicht beeinträchtigt, da die Wadenmuskulatur aus drei Muskelbäuchen besteht, die man nur selektiv von der Versorgung abtrennt.

Kann durch die Denervierung nicht das erwünscht Ergebnis erzielt werden, etwa weil die Wadenmuskulatur besonders stark ausgeprägt ist, kann eine radikale Entfernung von zwei der drei Muskelbäuche vorgenommen werden. Zurück bleibt lediglich eine unauffällige kleine Narbe in der Kniekehle.

Für die Wadenvergrößerung eignet sich der Einsatz von Silikonimplantaten. Sie werden vorher genau angepasst und über einen Kniekehlen-Schnitt in eine Tasche unter der sogenannten Unterschenkelfaszie eingebracht. Bereits ab dem vierten Tag nach der Operation können die Patienten ihre Beine wieder vollständig belasten.  Und auch die Gefahr einer Kapselfibrose ist vernachlässigbar – deutlich geringer als bei einem Silikonimplantat im Brustbereich. Bis zur Größenordnung von 200 bis 250 Gramm je Wade kann zudem der Eigenfett-Transfer als Alternative zum Silikon in Betracht gezogen werden. Für detaillierte Fragen zu den einzelnen Verfahren vereinbaren Sie gern einen Termin in meiner Privatklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Berlin. Gerne berate ich Sie auch zu anderen Operationen wie der Oberarmstraffung, Oberschenkelstraffung oder auch einer Brustvergrößerung.