Die Welt trauert um die Legende und Ikone der plastischen Chirurgie Dr. Ivo Pitanguy Helcio Jardim Campos. Erst vor kurzem gab er sein letztes Interview für die Internet-Platform „E-esthetica“.

Dr. Ivo Pitanguy wurde 1926 in Minais Gerais, Brasilien geboren. Als Sohn eines Allgemeinchirurgen folgte er den Fußstapfen seines Vaters. Er lernte und studierte unter J. J. Longacre in Cincinnati; Marc Iselin in Paris; und Sir Archibald McIndoe sowie seinem Cousin, Sir Harold Gillies, im Vereinigten Königreich.

Nach seiner Rückkehr nach Brasilien etablierte Dr. Pitanguy die erste handchirurgische Abteilung Lateinamerikas im Santa Casa General Hospital in Rio de Janeiro. Zudem wurde er auch Leiter der Abteilung für Verbrennungs- und Plastische Chirurgie im Souza Aguiar Krankenhaus in Rio de Janeiro.

Im Jahre 1960 eröffnete Dr. Pitanguy eine der weltweit renommiertesten Abteilungen für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie in Rio de Janeiro, um den am stärksten benachteiligten Bürgern des Landes eine optimale medizinische Versorgung zu ermöglichen. Eben diese Abteilung in Verbindung mit seiner Privatklinik, der „Clinica Ivo Pitanguy“ sind Centers of Excellence für die Ausbildung von internationalen plastischen Chirurgen.

„Um Plastischer Chirurg zu werden braucht man ein umfangreiches Verständnis dieser Disziplin. Das Problem, dem wir uns heutzutage stellen müssen, ist die zunehmende Subspezialisierung der verschiedenen Abteilungen und Departments für Plastische Chirurgie. Ich glaube ein Plastischer Chirurg muss in seinen Fähigkeiten breit aufgestellt sein und ein tieferes Verständnis der Rekonstruktiven Chirurgie besitzen – wie der Mikrochirurgie zum Beispiel. Jegliche plastisch-ästhetische Konzepte werden ebenso in der Rekonstruktiven Chirurgie angewendet – und Rekonstruktive Konzepte wiederum werden für die Ästhetische Chirurgie angewendet.

Professor Sinis und sein Team möchten an dieser Stelle tiefstes Mitgefühl für die gesamte Familie des großen Ivo Pitanguy aussprechen.