Viele Menschen haben an gewissen Körperstellen, zum Beispiel am unteren Bauch, an den Oberschenkeln (die so genannten „Reiterhosen“) oder Armen überschüssige Fettpolster und Fettdepots, die die Gesamtharmonie eines Körpers stark beeinträchtigen können.

Mit einer Liposuktion lassen sich hartnäckige Fett-Depots entfernen, die selbst durch Diäten und regelmäßigen Sport im Normalfall sehr schwer oder im schlimmsten Fall gar nicht entfernt werden können. Patienten, die sich durch überschüssige Depots gestört fühlen, sind mit dieser Operationsmethode gut beraten. Da die Liposuktion in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie zu den sogenannten „Oberflächeneingriffen“ zählt, kann man sich sicher sein, dass hier lediglich an der Körperoberfläche operiert wird. Somit sind die Gefahren für mögliche Schäden und Komplikationen im Vergleich zu anderen Operationen deutlich geringer. Zumindest sollten sie das.

Problematisch kann es für Patienten werden, wenn die Wahl des Chirurgen aus Kostengründen eher auf eine „günstige Variante“ fällt. Meist gehen die Patienten davon aus, dass sich Konkurrenz-Anbieter aus dem Ausland nicht groß von heimischen Chirurgen unterscheiden. Weit gefehlt!

Aus meinem Praxisalltag ist mir die Problematik mit Billiganbietern hinlänglich bekannt. Erst vor kurzem suchte mich eine Patientin nach einer missglückten Operation auf. Sie hatte eine Liposuktion am Bauch bei einem „Billig-Anbieter“ durchführen lassen und leidet nun an einem asymmetrischen Ergebnis mit starken Dellen und Wülsten in der gesamten Bauchregion.

Eine derart asymmetrische Fettverbreitung kann nur von einem sehr erfahrenen Chirurgen behandelt werden, da diese komplexe Operation eine detaillierte präoperative Planung sowie eine enorme technische Sorgfalt erfordert. Im vorliegenden Fall musste das überschüssige Fett – dort wo es versäumt wurde – erneut abgesaugt werden. Dort wo zu viel Gewebe entfernt wurde, musste mittels einer Fetttransplantation das Gewebe aufgepolstert werden.  Für die Patientin bedeutete diese zweite Operation eine erneute finanzielle Belastung. Im beschriebenen Fall verlief die Operation zwar erfolgreich, sie wäre aber im Vorfeld durch das Aufsuchen eines erfahrenen Chirurgen auch zu verhindern gewesen.

Nicht immer jedoch kann eine erneute Operation das schlechte Ergebnis des ersten Eingriffs korrigieren. Gelegentlich sind die Schäden der verpfuschten Operation so groß, dass auch mit einer Revision kein optimales Ergebnis zu erzielen ist. Wenn zum Beispiel zu viel Narbengewebe verblieben ist oder die Dellen zu tief sind, kann es passieren, dass die Narben oder Dellen sich nach einer zweiten Operation erneut bilden. Wichtig ist es, in einer ausführlichen Beratung über die Möglichkeiten und über realistische Erwartungen zu reden.

Der Zustrom an immer günstiger werdenden „Billig-Anbietern“ ist enorm. Was die wenigsten wissen: Oft haben die Kliniken, in denen operiert wird, weder die richtigen Geräte, noch gut ausgebildete Mitarbeiter oder zertifizierte Chirurgen.

Um den Patienten eine optimale Behandlung zukommen zu lassen, sind dies aber unabdingbare Voraussetzungen. Viele dieser Patienten sind im Nachhinein mit dem missglückten Ergebnis noch viel unzufriedener als sie es vor der Operation waren.

Wenn Sie Fragen zu dem Thema haben, wenn Sie an den Ergebnissen einer misslungenen Liposuktion leiden oder wenn Sie eine Fettabsaugung in Erwägung ziehen, stehe ich Ihnen gerne für einen Beratungstermin zur Verfügung. Gerne berate ich Sie auch zu anderen Operationen wie der Oberschenkelstraffung, Oberarmstraffung oder einer Brustvergrößerung.