Erfahrungsbericht

Ich hatte bis zu meinem 12. Lebensjahr ein ganz normales Leben: Konnte essen, was ich wollte, war gesund, immer schlank und jeder hat mich akzeptiert. Doch dann mit 13 Jahren trat die Pubertät ein. Mein Körper veränderte sich, ich wurde auf einmal fülliger und war immer mehr Hänseleien ausgesetzt.

An einem Tag beim Sportunterricht knickte ich wie so oft in der letzten Zeit um und wurde von den anderen Schülern ausgelacht, wie sie es oft seit meiner körperlichen Veränderung taten, wenn was schief ging. Darauf hin ging meine Mutter mit mir zum Arzt. Als ich mich dort ausgezogen hatte, stellte der Arzt sofort fest, dass ich eine Krankheit „ Elefanthiasis „ oder „Lymphödem“ hatte. Dabei handelt es sich um eine Krankheit, wo das Fettgewebe krankhaft gespeichert wird und ein Abnehmen kaum möglich ist. Dazu schwellen dann auch noch die Beine an, sodass man noch dicker aussieht. Das einzige was hier helfen kann ist eine Fettabsaugung, weil jede Diät hier vergeblich ist. Sport zu treiben ist förmlich unmöglich.

Nachdem ich begriffen hatte, welche schwere Krankheit ich hatte, brach für mich eine Welt zusammen. Ich musste zur Kenntnis nehmen, dass ich auch bei sparsamsten Essen weiter zunehmen und nicht mehr abnehmen würde.

Meine Mutter beantragte darauf hin eine Kur in Zechlin für mich, die der Arzt vorgeschlagen hatte, wo ich 4 Wochen meiner Schulferien verbrachte. Es war die Hölle für ein junges Mädchen dort zu sein, ohne Mutti, Familie und Freunde.

Ich stand trotzdem diese vier Wochen durch, da gab es Ernährungsberatung, Lymphdrainage, Wickeln und Sport jeden Tag. Aber diese Kur hat auch nicht viel gebracht. Mein Gesundheitszustand hat sich kaum verbessert.

Als ich wieder zu Hause war, ging ich ein bis zwei Mal die Woche zur Lymphdrainage. Tag für Tag, Jahr für Jahr – von 2003 bis heute.

Als ich von meinem Arzt den Tipp bekam, zu Herrn Prof. Sinis zu gehen, waren sieben Jahre vergangen. Ich entschloss mich, mich einmal bei ihm vorzustellen, vielleicht konnte mein Traum, wieder schlank zu sein, doch noch wahr werden. Er bestätigte mir, dass er mir mit einer großen Fettabsaugung helfen könne. Er sagte aber auch, dass die Krankenkasse eine solche Operation nicht bezahlen würde.

Ich ging voller Enttäuschung nach Hause, weil mir wieder nicht geholfen werden konnte. Ich konnte auch nicht verstehen dass die Krankenkassen anderen Menschen, die ihre Krankheit mitverschuldet haben, wie zum Beispiel Alkoholikern oder Drogenabhängigen alle Behandlungskosten bezahlen. Mir dagegen, die für ihre Krankheit nichts kann, wird eine Kostenübernahme verweigert. Offensichtlich können die Verantwortlichen kein Verständnis dafür aufbringen, welchen physischen Stress diese Krankheit für eine junge Frau mit sich bringt und das eine Fettabsaugung hier helfen kann.

Es verging wieder Zeit, da das Geld nicht da war. Ich versuchte, meine Krankheit und die damit verbundenen Nachteile in meinem persönlichen Leben zu verdrängen. Es ging aber nicht.

2014 entschloss ich mich, wieder zu Herrn Prof. Sinis zu gehen, um mich noch einmal von ihm beraten zu lassen, denn meine Krankheit war nicht aufzuhalten und wurde immer schlimmer. Mir wurde zur Operation geraten. Von dem Tage an sparten wir jeden Cent, bis die benötigte Geldsumme für die Fettabsaugung zusammen war.

Am Tage der Operation, im April 2015, war ich sehr aufgeregt. Doch alles verlief sehr gut.

Eine Nacht musste ich dort zur Überwachung bleiben und konnte dann nach Hause.

Ich begann gleich von Anfang an, zu laufen. Zwar nur kurze Strecken, da es mir sehr schwer viel und ich immer das Gefühl hatte, einen ganz starken Muskelkater zu haben. Es tat meinen Beinen aber gut und die Schmerzen wurden weniger.

Frau Müller - Elefanthitis 2Das Essen musste ich in den ersten 8 Wochen mir täglich genau einteilen. Bis 18 Uhr musste die letzte Mahlzeit eingenommen werden. Ich musste viel Gemüse, nur 200 Gramm Fleisch in der Woche essen und so wenig wie möglich Kohlenhydrate zu mir nehmen. Aber zwei bis drei Liter Wasser am Tag trinken.

Am Anfang fiel es mir sehr schwer. Aber als man sich eingependelt hatte, ging es ganz leicht.

In den ersten 8 Wochen nach der Fettabsaugung ging ich alle zwei Wochen zur Kontrolle zu Herrn Prof. Sinis, der mir bestätigte, dass alles einen guten Verlauf nahm.

Ich startete vor der Operation mit 126 Kilo. In den 8 Wochen nach der Operation landete ich bei 121 kg, weil noch viel Wasser im Gewebe war.

Der Erfolg wurde sichtbar, wie mir Herr Prof. Sinis bestätigte. Endlich konnte ich auch mit Sport anfangen. Nach drei Wochen Sport und Ernährungsumstellung nahm ich noch einmal ganze 4 Kilo ab. Sodass ich jetzt bei 117,5 kg landete.

Das Treppen hinauf laufen, alle Bewegungen und auch der Sport fielen mir immer leichter. Man konnte sich wieder bewegen und ich konnte auch wieder auf mein Pferd steigen.

Nach weiteren 3 Wochen nahm ich wieder 3 Kilo ab, sodass ich heute 114,2 Kilo wiege. Mittlerweile sind es über 13 Kilo, die seit der Fettabsaugung runter sind.

Ich werde weiter kämpfen, mich an die Vorschriften halten, bis ich mein Ziel – wieder schlank zu sein, erreicht habe.

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