Man(n) steht dazu!

Haartransplantation als (einzig) wirksames Mittel bei Haarausfall

Berlin, August 2016. Volle Haare sind im Trend. Während früher Glatze oder Platte für eine kantige Männlichkeit stand, lassen sich heute immer mehr Männer ihre Geheimratsecken operativ auffüllen. Tom Hanks (60), Matthew McConaughey (46), Jürgen Klopp (49) oder Wayne Rooney (30) haben sich alle einer Haartransplantation unterzogen. Der Beauty-Eingriff ist unter Männern salonfähig geworden. Man(n) steht dazu. Warum auch nicht? Wo Shampoos und Tinkturen ihre Grenzen haben, ist die Haartransplantation eine dauerhafte Lösung geworden.

Nicht zuletzt, weil bei Haarausfall das Selbstbewusstsein leiden kann, entschließen sich viele Männer zu dem Eingriff. „Besonders für junge Männer ist es häufig ein großes Problem, schon in frühen Jahren vorgealtert aussehen zu müssen“, weiß Prof. Dr. Sinis, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie aus Berlin. Bei mehr als 15 Millionen Deutschen Männern ist der Haupthaarverlust genetisch veranlagt. Aber auch Stress kann eine Ursache sein. Die Industrie freut es: Ob Haarwasser, Vitamintabletten, Heilkräuter, Shampoos, Koffein oder Lasertherapie – für volleres Haar zücken immer mehr Männer den Geldbeutel. Dabei wirkt vieles davon kaum und nicht dauerhaft.

Einzig die Haartransplantation kann langfristig die Haarpracht zurückbringen. „Da die Entnahme der Haarwurzel unter einer lokalen Betäubung vorgenommen wird, spüren Patienten während der Transplantation keinerlei Schmerzen“, erklärt Professor Sinis. Erst nach einem detaillierten Beratungsgespräch wird die chirurgische Methode, je nach individueller Beschaffenheit, von dem Berliner Schönheitschirurgen durchgeführt. Am gängigsten ist die klassische FUE-Methode (Follicular Unit Extraction). Hier werden einzelne Haarfollikel, also die Strukturen, welche die Haarwurzel ummanteln, am Hinterkopf entnommen und die gewünschten Stellen verpflanzt. Der Eingriff hinterlässt keine Spuren: „Dadurch, dass keine Schnitte nötig sind, entstehen auch keine Narben“, versichert Professor Sinis. Ist der Haarausfall am Kopf fortgeschritten, werden stattdessen Haare von anderen Bereichen des Körpers, beispielsweise aus der Brust, entnommen. Fremdhaare lassen sich hingegen nicht implantieren. „Der Köper würde sie direkt abstoßen“, weiß der Experte.

Zwischen drei bis fünf Stunden dauert eine Transplantation. Sogar Einfluss auf die Wuchsrichtung lässt sich bei dem Eingriff nehmen. Zudem birgt eine Haartransplantation kaum Risiken: „Nebenwirkungen der Transplantation sind bislang nicht bekannt“, so Professor Sinis.

Sorglos können heute also Platte und Glatze dem Haar weichen, ob bei Hollywood-Stars, Fußballern oder Erfolgs-Trainern wie Jürgen Klopp. Der konnte sich zuletzt dank Haartransplantation an der Seitenlinie des FC Liverpool wieder viele Haare raufen.