Frau Paulina S. trat mit dem Wunsch einer Fettabsaugung (Liposuktion) an Bauch und Oberschenkeln an mich heran. Als sie mich letzten Monat deshalb in meiner Privatklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie aufsuchte, hatte sie bereits zahlreiche Diät- und Trainings-Versuche hinter sich – vergeblich.

Gesunde Ernährung und regelmäßiger Sport ist zwar empfehlenswert und häufig erfolgreich, kann aber keine Wunder bewirken. Wenn an einzelnen Körperstellen viel überschüssiges Fett angelagert wurde, ist dem ohne Nachhilfe nur schwer beizukommen. Um eine schlanke, symmetrische Silhouette zu erhalten, kann eine Liposuktion der richtige Weg sein.

Bei der Liposuktion gibt es verschiedene Verfahren, die je nach Körperregion, Beschaffenheit der Haut oder nach Fettanteil eingesetzt werden. Paulina S. entschied sich für eine Tumeszenz-Liposuktion.

Die Tumeszenz-Liposuktion ist die am häufigsten eingesetzte Methode der Fettabsaugung. Sie kann ohne Vollnarkose und ohne Klinikaufenthalt vorgenommen werden. Bei einer herkömmlichen Tumeszenz-Liposuktion kann der Patient theoretisch sogar im Stand operiert werden, damit Fettdepots einfach und problemlos zu erreichen sind. Vor dem Eingriff werden zunächst die zu behandelnden Körperpartien festgelegt und entsprechend markiert. Das in den Fettzellen überschüssig eingelagerte Fett wird anschließend mitsamt der Zellen abgesaugt.

Subkutan, also direkt unter die Haut, wird eine spezielle Lösung injiziert, die dafür sorgt, dass sich das Fett problemlos löst. Diese Flüssigkeit enthält gleichzeitig ein Anästhetikum, ein Betäubungsmittel, wodurch der Eingriff auch ohne Vollnarkose nahezu schmerzfrei ablaufen kann. Die Absaugung der Fett-Depots geschieht minimal-invasiv, das heißt mittels kleiner Einschnitte, durch die feine Absaugkanülen in die betroffenen Zonen eingeführt werden. Auf diese Weise wird nicht nur eine präzise Vorgehensweise gewährleistet, sondern vor allem kosmetisch günstige Ergebnisse ohne Narbenbildungen oder Hauteinziehungen. Meist ist man schon wenige Tage nach der Absaugung wieder vollkommen genesen und „gesellschaftsfähig“. Das Resultat einer erfolgreichen Liposuktion ist ein ebenmäßiges, „dellenfreies“ Ergebnis ohne Asymmetrien.

Bei Patienten und Patientinnen mit besonders großen Fett-Einlagerungen, muss man natürlich mit entsprechend schwereren „Geschützen“ aufwarten. Um hier ein gleichmäßiges und anhaltendes Ergebnis zu gewährleisten, sollten diese Patienten stationär aufgenommen und unter Vollnarkose operiert werden. Das reduziert in erster Linie mögliche Risiken auf ein Minimum und dient zusätzlich der Kreislaufstabilisierung. Aber keine Angst – es handelt sich in der Regel lediglich um eine Übernachtung in der Klinik, die wir Ihnen natürlich so angenehm wie möglich gestalten.

Um den Heilungsprozess zu unterstützen und eine optimale Regeneration der Haut zu gewährleisten, sollten nach einer XXL-Liposuktion vier bis sechs Wochen lang Kompressionsverbände getragen werden. Das ist für die meisten Patienten jedoch recht unkompliziert. Kompressionswäsche lässt sich mit einer Korsage, Push-up-Shorts oder handelsüblicher Bauch-Weg-Unterwäsche vergleichen. Sie ist unter der Kleidung nicht sichtbar und kann daher mühelos in den Alltag integriert werden.

Liposuktionen eignen sich besonders für die weitläufig bekannten „Problemzonen“. Reiterhosen, das sogenannte Winkfett an den Oberarmen oder Polster in der Lendenregion können problemlos entfernt werden. Diese Regionen sind mit den Kanülen einfach zu erreichen und eignen sich deshalb optimal für eine Fettabsaugung.

Problemzonen müssen keine Probleme bleiben. Wer wegen überschüssigen Fetts mit seiner Figur unzufrieden ist, sollte sich über die Möglichkeiten einer Liposuktion informieren. Gern berate ich Sie ausführlich zu diesem Thema oder auch dazu, wie Eigenfett für eine Brustvergrößerung genutzt werden kann, in meiner Privatklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Dahlem.