Vor allem für Männer stellt Haarausfall ein erhebliches Problem dar. Sei es, weil die Fülle des Haupthaares schon in sehr jungen Jahren deutlich zurückgeht. Oder weil Medikamente und naturheilkundliche Verfahren gegen den genetisch bedingten Haarausfall im Alter keinen Erfolg zeigen. Eine Haartransplantation kann in diesem Fall eine sinnvolle Maßnahme darstellen und das Selbstbewusstsein wieder stärken.

Insgesamt können vier verschiedene Verfahren zur optischen Verdichtung des Haarwuchses unterschieden werden. Über den besten Weg entscheiden anatomische Gegebenheiten, Vorerkrankungen und selbstverständlich die Wünsche des Patienten.

Ein natürlich wirkendes Gesamtbild, der Verzicht auf Hautnähte, die Schonung die Haarwurzeln und eine schnelle Wundheilung sind die Vorteile der klassischen FUE-Methode (Follicular Unit Extraction). Dabei werden die Haarfolikel (Grafts) am Hinterkopf einzeln entnommen und verpflanzt. Bei der Gold-FUE-Methode kommen ein effizienter Mikromotor und eine vergoldete Hohlnadel zum Einsatz. So werden noch geringere Einstiche produziert. Außerdem kann auf eine Rasur des Empfängerareals bei dieser Methode verzichtet werden.

Sind im Bereich des Hinterkopfs zu wenig Haare für eine Transplantation vorhanden, bietet sich die Body FUE-Methode an. Dafür werden Haare an anderen Stellen des Körpers entnommen (z.B. Bart oder Brust) und auf dem Empfängerareal eingepflanzt.

Bei der Mikro Haarpigmentierung werden Farbpigmente unter die Haut eingebracht. Diese Methode kann die Effekte einer FUE-Verdichtung verstärken, indem die Farbpigmente zwischen den eingebrachten Haarfollikeln gesetzt werden. Auch auf Narbengewebe, auf dem eine Haartransplantation nur schwer durchgeführt werden kann, vermittelt die Pigmentierung den Eindruck von natürlichem Haarwuchs.

Während der Transplantation ist der Patient bei vollem Bewusstsein – empfindet aber keinerlei Schmerzen. Dank moderner Anästhesie-Methoden werden nur die betroffenen Areale der Kopfhaut betäubt. Eine Kühlung und gegebenenfalls Beruhigungsmittel lassen auch die Injektion des Betäubungsmittels stressfrei vonstattengehen. Die lokale Injektion von thrombozytenreichem Plasma kann dazu dienen, Wundheilung und Haarwachstum nach der Operation zu fördern.