Eigenfett als Bio-Filler

 

Bei der Eigenfettbehandlung wird ungeliebtes Fett aus Problemzonen entfernt und an anderer Stelle als natürliches Füllgewebe wieder eingespritzt: Der Einsatz des Bio-Fillers hat sich in der Schönheitschirurgie zur gefragten Methode entwickelt.

Das Vorgehen klingt perfekt: Körperfett an den Problemzonen loswerden und an anderer Stelle sinnvoll einsetzen. Fett aus den Oberschenkeln gelangt so in die Brust, aus der Bauchrolle in den faltigen Handrücken oder in die tiefen Furchen auf der Stirn – dabei wird gleichzeitig auf jegliches synthetisch erzeugtes Material wie Hyaluron oder Silikon verzichtet. Eigenfettbehandlungen scheinen unkompliziert und nachhaltig. Ist Eigenfett damit der beste Bio-Filler?

Eigenfett konkurriert mit Hyaluron & Co.

In den vergangenen Jahren hat sich in Sachen Eigenfettbehandlung viel getan: Neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass Eigenfett mit synthetisch hergestellten Fillern absolut mithalten kann. Zuweilen übertrifft es sie in der Vielfältigkeit der Anwendungsgebiete sogar noch. Eigenfett kann deshalb mit Fug und Recht als vielseitiger Bio-Filler bezeichnet werden.

Es gibt drei unterschiedliche Verfahren für verschiedene Behandlungsziele. Die Gewinnung des Eigenfetts verläuft dabei immer gleich: Das Fett wird aus den klassischen Regionen, an denen sich Fett ohnehin schwer abbaut, mit feinen Kanülen entnommen. Die verschiedenen Varianten für den Einsatz in der Schönheitschirurgie resultieren aus der Aufbereitung des Fetts. Aus ihm gewinnt der Chirurg – je nach Behandlungsziel – Makro-, Mikro-, oder Nanofett.

 

Makro-, Mikro-, Nanofett

Makrofett kommt bei der Eigenfettbehandlung besonders häufig zum Einsatz. Es wird vor allem zum Modellieren und Auffüllen von Körperregionen verwendet. Zum Beispiel als Alternative zu Silikonimplantaten bei der Brustvergrößerung oder für den Brazilian Butt Lift.

Mikrofett ist weiter aufbereitetes und filtriertes Makrofett, das vor allem in der Volumen- und Faltenbehandlung große Erfolge zeigt. Das große Plus: Mikrofett – in dem die eigenen Stamm- und Wachstumszellen der Haut noch enthalten sind – stimuliert die natürliche Regeneration der Haut. Deshalb ist eine Behandlung mit Mikrofett für eingefallene Lider, Augenbrauen, Schläfen oder Wangen bestens geeignet.

Unter Nanofett versteht man weiter filtriertes Mikrofett. Dadurch ist das Fett so fein, dass es mit dünnsten Nadeln unter die Fältchen an empfindlichen Stellen gespritzt werden kann. Zum Beispiel am Mund, auf der Stirn, an den Wangen oder am Dekolleté. Auch sogenannte „leere“ Handrücken können damit behandelt werden. Der besondere Vorteil des Nanofetts: Durch den letzten Filtrationsvorgang werden die echten, reifen Fettzellen zerstört, so dass nur noch die Stammzellen und Wachstumsfaktoren bleiben. Deshalb eignet es sich besonders gut in Kombination mit PRP, Mikroneedling oder einer Laserbehandlung im Rahmen einer Hautverjüngung.

Ganz gleich ob Nano-, Mikro- oder Makrofett. Die Behandlungsqualität ist das Resultat aus jahrelanger Erfahrung und Technologie. Beides halten wir für Sie in der SINIS KLINIK Berlin vor.