Seit Jahren besteht eine große Nachfrage nach Brust-Augmentationen (Brustvergrößerungen). Aufgrund der steigenden Nachfrage gibt es mittlerweile unzählige verschiedene Brustimplantate auf dem Markt. Eines der wesentlichen Kriterien zur Unterscheidung ist die Charakteristik der Form des Implantats. In verschiedenen Internetforen wird über das Für und Wider der beiden typischen Formen der Brustvergrößerung diskutiert. Aber gibt es eine allgemeine Antwort auf die Frage, welche Form für die Brustvergrößerung „besser“ ist?

Bei der Auswahl des richtigen Brustimplantats für die Brustvergrößerung ist es zunächst wichtig, gemeinsam mit dem Patienten das gewünschte Ergebnis nach Ihren Erwartungen zu entwickeln. Je nach anatomischen Gegebenheiten und Wunsch des Patienten können Form, Größe und Projektion der Brüste nach der Operation optimal geplant werden. Die ideale Form des Implantats kann daher nur im Zusammenspiel mit dem Patienten gewählt werden.

Unabhängig davon gibt es einige Unterschiede zwischen „Runden“ und „Tropfen“-Implantaten für die Brustvergrößerung. Runde Implantate sind in der horizontalen und vertikalen Dimension symmetrisch. Nicht ohne Grund spielen sie nach wie vor eine entscheidende Rolle bei der Brustvergrößerung, da sie einen größeren Vorsprung ermöglichen. Insbesondere im Dekolleté-Bereich kann so eine Verstärkung der Brustkontur erreicht werden, was besonders bei jungen Frauen mit starkem Gewebe oder sehr schlanken Frauen von Vorteil sein kann.

Das Konzept der tropfenförmigen (oder „anatomischen“) Implantate verspricht jedoch mehr Natürlichkeit bei der Brustvergrößerung. Durch die asymmetrische Form in allen drei Dimensionen kann die Brust individuell gestaltet werden. Das gemeinsame Merkmal aller solcher geformten Implantate ist, dass die maximale Höhe der Brust auf diese Weise leicht in Richtung der unteren Brustfalte verschoben werden kann. Insbesondere bei schwachem Bindegewebe oder nach Schwangerschaften sollten tropfenförmige Implantate zur Brustvergrößerung in Betracht gezogen werden.

Aufgrund der Vorteile der beiden Grundformen des Brustimplantats gibt es auch die Nachteile. Runde Implantate bergen immer das Risiko, nicht „natürlich“ zu erscheinen, wenn die Dekolleté-Kontur sehr prominent modelliert wird. Eine detaillierte Planung und eine geeignete Designauswahl des Implantats minimieren dieses Risiko bei der Brustvergrößerung. Die meisten Hersteller bieten für jedes Implantatvolumen drei verschiedene „Designs“ an: Das Profil in der Seitenansicht ist flach, mittel oder hoch. So sollte beispielsweise bei sehr kleinen Brüsten ein hohes Profil vermieden werden, um einerseits Spannungen auf der Haut zu vermeiden und andererseits eine Entwarnung der Implantatkontur zu verhindern.

Bei der Brustvergrößerung mit tropfenförmigen Implantaten besteht die Möglichkeit der Implantatrotation. Die Tatsache, dass die Form des Implantats nicht symmetrisch rund ist, kommt beim Bewegen oder Rutschen zu einer Verformung der Brustform. In den letzten Jahren wurden jedoch große Fortschritte bei der Entwicklung der Oberflächenstruktur von Tropfenimplantaten erzielt. Durch diese speziellen Oberflächen konnte das Rotationsrisiko und der damit verbundene Verlust der Brustform nach der Brustvergrößerung minimiert werden. Darüber hinaus haben Tropfenimplantate typischerweise etwas andere Materialeigenschaften: Das darin enthaltene „kohäsive Gel“ fühlt sich etwas steifer an als herkömmliche Rundgelimplantate, da das Material die Form stabilisiert.

Die Implantatwahl ist ein entscheidendes Kriterium für die „perfekte Brust“, aber erst nach sorgfältiger Bewertung der Vorstellungen des Patienten kann die individuell richtige Entscheidung getroffen werden. Darüber hinaus sollten eine Reihe weiterer Fragen zur Brustvergrößerung mit dem Patienten besprochen werden. In meiner Privatklinik für plastische und ästhetische Chirurgie in Berlin Dahlem helfe ich Ihnen, all diese Fragen zu beantworten, um nach Ihren Wünschen die besten Ergebnisse zu erzielen. Ich rate meinen Patienten immer, sich vor dem ersten Termin ihre eigenen Fragen zu notieren, um eine möglichst umfassende Beratung gewährleisten zu können.